Wer folgt auf Stickler?

Nach dem Rücktritt des kompetenz- sowie ahnungslosen Friedrich Stickler beginnt das Gerangel um die Pole Position als oberster ÖFB-Kicker der Nation. Generalsekretär Alfred Ludwig hat derzeit die besten Chancen: Sehr gut, wenn man mit der aktuellen Situation des Alpenkicks glücklich ist. Leider, wenn man nach dem überfordert wirkenden Stickler auf Reformen hofft.

Denn warum soll ein Mann, der seit Jahrzehnten die Geschicke des Verbandes lenkt, sein eigenes Wirken in Frage stellen? Mit Ludwig würde die Reformunfähigkeit des ÖFB nur prolongiert werden. Und nach den Wortmeldungen der letzten Tage zu schließen, scheint dies die Option, mit der sich nicht nur Interimspräse Ehrenberger nur zu gerne anfreunden kann.

Um sich tatsächlich weiter zu entwickeln, braucht der rotweißrote Verband das, was „Ludwig und Konsorten (aus Eigeninteresse) ablehnen: einen unabhängigen, visionären, öffentlich anerkannten Fachmann aus Wirtschaft oder Politik, der dem Verband den überfälligen Modernisierungsschub verordnet.“

Welche Persönlichkeit mit Sachverstand bietet sich an? Wilde Gerüchte rauschen durch den Blätterwald. Darunter Kuriositäten wie Hans Krankl (war schon als Teamchef überfordert) oder Herbert Prohaska (der bereits ablehnte). Interessante (und zugleich erschreckende) Namen wären die von Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel oder Susanne Riess-Passer, die sich schon während der Euro 2008 als Präsidentin des Vereins „Österreich am Ball“ einbrachte.

Alles Spekulieren ist sinnlos, die Wahl steht so gut wie fest und alles bleibt beim Alten: Cordoba bleibt Österreichs letztes großes Erfolgserlebnis, auf die Färöer fährt der ÖFB nicht so gerne und die Herren Ehrenberger und Co. werden ihre Zeit wie die Maden im Speck (möglichst innovationsfaul) absitzen. Es wird sich also nichts – genau nichts – an den Strukturen ändern.

 

 

 

Blogs zum Thema:

Brückner ist der Falsche für den Neubeginn
Abrechnung. Friedrich Stickler war der erfolgloseste Präsident der Geschichte des österreichischen Fußballs. In seiner Ära rutschten wir von Platz 54 auf 105 in der FIFA-Rangliste ab.
Quelle: blog.oe24.at/tonipolster

Das Fußball-Journal 08: Ein kleines Anforderungsprofil
Nach den katastophalen und selbstbeschädigenden öffentlichen Auftritten der diversen ÖFB-Funktionäre am Wochenende ist einiges klarer. Erstens: es braucht einen hauptamtlichen ÖFB-Chef, einer, der sich um nichts anderes kümmert. Zweitens: es muss jemand mit gleich drei Talenten sein.
Quelle: fm4.orf.at/blumenau

Sticklers Rücktritt
Endlich ist es so weit – einer der Sargnägel unserer momentan miesen Situation im internationalen Fussball ist weg.
Quelle: bluebird25

Scheiden tut nicht weh – Stickler adé!
Da lacht das österreichische Fußballerherz! Friedrich Stickler hat aufgegeben und wird sich in Zukunft nur noch um seine Lotterien kümmern und den österreichischen Fußball nicht mehr weiter runterziehen.
Quelle: em-blogger

Pressestimmen zum Thema:

Johann Skocek: Belastung
Friedrich Stickler lag das Wohl des österreichischen Fußballs so sehr am Herzen, dass er von seiner Rolle als ÖFB-Präsident Abschied nahm.
Quelle: derStandard.at

 

Gerhard Kapl: „Ein Profi muss her“
Fußball-Mulitfunktionär Gerhard Kapl fordert einen hauptberuflichen ÖFB-Präsidenten und neue Strukturen im Österreichischen Fußball-Bund.
Quelle: kleinezeitung.at

ÖFB-Krise: Die Suche nach dem starken Mann
Nach Sticklers Rücktritt hat der Machtkampf um die Nachfolge begonnen. Als mögliche Kandidaten sind Wolfgang Schüssel oder Susanne Riess-Passer durchaus denkbar.
Quelle: DiePresse.com

Die Suche hat noch nicht begonnen
Unklarheit über Zukunft des ÖFB. Ehrenamt oder bezahlter Präsident?
Quelle: wienerzeitung.at

Martin Sörös: Wenig Geld, viel Ehr’
Wie und mit wem geht es jetzt weiter im ÖFB? Charme hat Sticklers Vorschlag, den Ball in professionelle Hände zu legen.
Quelle: kurier.at

Ehrenberger plaudert weiter
Der ÖFB-Interimschef kritisiert Karel Brückner, als möglicher Nachfolger rutschte ihm der Name Constantini heraus. Ludwig könnte neuer Präsident werden.
Quelle: derStandard.at

Fußballer-Gewerkschaft kritisiert Stickler
Die Vereinigung der Fußballer zieht eine negative Bilanz der Amtszeit des ÖFB-Präsidenten: „Er hat überfällige Reformen verabsäumt.“
Quelle: kurier.at

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Eine Antwort to “Wer folgt auf Stickler?”

  1. Wer folgt auf Stickler? - "Du-bist-dein-Sport.at" Says:

    […] glcklich ist. Leider, wenn man nach dem berfordert wirkenden Stickler auf Reformen hofft. Hier gehts weiter… Alle Einträge ansehen » Freund empfehlen » RSS » […]

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