Jahrestage am 7. April 2009

Vor 200 Jahren…
…wird der Aeronaut James Glaisher in London (England) geboren. Berühmt macht ihn der Aufstieg mit einem Ballon mit offener Kabine auf 8800 Meter, eine bis dahin nie erreichte Höhe. Dabei verliert der Pionier das Bewusstsein, sein Pilot Henry Coxwell kann nur unter Aufbietung seiner letzten Kräfte mit den Zähnen das Steuerventil öffnen, um den Ballon zum Absinken zu bringen. James Glaisher stirbt am 7. Februar 1903 im Alter von 93 Jahren in Croydon bei London.

Vor 150 Jahren…
…wird der American-Football-Trainer Walter Camp, eigentlich Walter Chauncey Camp, in New Britain (Connecticut, USA) geboren. Der Yale-Absolvent gilt als „Vater des American Footballs“. Der US-Amerikaner hat maßgeblichen Anteil am Regelwerk des Sports, das bis in die Gegenwart erhalten ist. Seinem Einfluss verdanken wir den Snap-Back, das System der vier Versuche („Downs“) für zehn Yards, das Zählsystem, taktische Grundlagen wie die Grund-Aufstellung der Offense und den „Safety“. Der Autor schreibt fast 30 Fachbücher und etwa 250 Artikel in Magazinen und Tageszeitungen zum Thema Football und arbeitet als Coach an den Universitäten von Yale (1888-1891) und Stanford (1892-1895). In seinem Namen wird seit 1967 jedes Jahr ein Preis für den besten College-Spieler vergeben. Unter den Preisträgern finden sich O.J. Simpson, Doug Flutie, Vinny Testaverde oder Reggie Bush. Am 14. März 1925 stirbt Walter Chauncey Camp im Alter von 65 Jahren in New York City, 1951 wird er in die College Hall of Fame aufgenommen.

Vor 130 Jahren…
…wird der Bergsteiger Angelo Dibona in Cortina d’Ampezzo (Venetien, Italien/Österreich-Ungarn) geboren. Der Südtiroler ist einer der ersten, die Kletterhaken einschlagen, wenn eine Stelle nicht anders zu überwinden ist, womit er sich den Zorn der Freikletterer seiner Zeit zuzieht. Während seiner gesamten Karriere sollen es aber nicht mehr als 15 Haken gewesen sein. Dem Bergführer – unter anderen Belgiens König Albert den Ersten führt – gelingt 1911 gemeinsam mit Luigi Rizzi die Durchsteigung der Laliderer-Nordwand im Karwendel. Außerdem bezwingt Dibona erstmals die Einser-Nordwand in den Sextener Dolomiten und die La Meije-Südwand in den Dauphiné-Alpen. Im Ersten Weltkrieg kämpft der Südtiroler als Kaiserjäger an der Seite von Luis Trenker oder Sepp Innerkofler für Österreich. Angelo Dibona stirbt am 21. April 1956 in Cortina d’Ampezzo.

Vor 100 Jahren…
…treffen in Paris die beiden Boxer Sam McVey und Joe Jeannette in einem denkwürdigen Schwergewichts-Kampf aufeinander. McVey schlägt seinen Gegner 27 Mal nieder, selbst geht er elfmal zu Boden. Schließlich sind in der 50.Runde seine Augen so zugeschwollen, dass der Kampf abgebrochen werden muss.

Vor 90 Jahren…
…wird der Fechter Edoardo Mangiarotti in Mailand (Lombardei, Italien) geboren. Der Degen- und Florettspezialist holt 39 Medaillen bei Olympia und Weltmeisterschaften, davon 13 im Einzel, und ist damit der meistdekorierte Athlet in allen Sportarten. Von 1936 bis 1960 gewinnt der Italiener bei Olympischen Spielen sechsmal Gold (1x Degen-Einzel), fünfmal Silber (1x Florett-Einzel), zweimal Bronze (beide im Degen-Einzel). Bei Weltmeisterschaften sammelt er von 1938 bis 1958 zwölf Titel (2x Degen-Einzel), sieben Silber- (3x Florett-, 2x Degen-Einzel) und fünf Bronzeplaketten (2x Florett-Einzel).

…wird der französische Fußballverband FFF (Fédération Française de Football) gegründet, um die Vielfalt an Meisterschaften einzudämmen. Ab 1904 vertritt der katholische Verband USFSA (Union des Sociétés Françaises de Sports Athlétiques) den französischen Fußball beim Weltverband Fifa, ab 1909 übernimmt das CFI (Comité Français Interfédéral), eine Dachorganisation mehrerer Einzelverbände bis 1919 diese Funktion. Bis zu einer einheitlichen Meisterschaft dauert es auch nach der Gründung der FFFA (heute FFF) noch 13 Jahre, ehe ab 1932 eine einheitlich Liga (Division 1) gespielt wird.

…wird der Fußballspieler Aldo Campatelli in Mailand (Lombardei, Italien) geboren. Der Mittelfeldakteur absolviert sieben Länderspiele für Italien und nimmt an der WM-Endrunde 1950 in Brasilien teil (Aus in der Vorrunde). Er spielt auf Klubebene für Inter Mailand (1936-50; 2x Meister 1938, 1940; Coppa Italia 1939) und Bologna (1950-53).

Vor 80 Jahren…
…feiert Griechenlands Fußballnationalmannschaft seine Länderspielpremiere. In Athen verliert das Team gegen Italien im Apostolos-Nikolaidis-Stadion vor 15.000 Zuschauern verlor die Mannschaft von Apostolos Nikolaidis mit 1:4 gegen Italien. Torschütze für die Griechen ist der Stürmer Alvertos Namias. Den ersten Sieg fahren die Hellenen im zweiten Länderspiel am 26. Januar 1930 gegen Jugoslawien (2:1) ein. Größere nennenswerte Erfolge bleiben bis 1980 aus, ehe sich die Mannschaft für ein großes Turnier qualifizieren kann (EM in Italien). Im Jahr 2004 feiert der Verband seinen größten Erfolg: Das Team von Coach Otto Rehagel holt sich bei der EM-Endrunde in die Portugal den Titel. Die Länderspielbilanz der Griechen: 470 Spiele, 168 Siege, 110 Remis, 192 Niederlagen (593:708 Tore). Gegen Österreich feiert Griechenland 2000 den bisher einzigen Erfolg (4:1) in zehn Duellen, vier Spiele gehen verloren.

Vor 70 Jahren…
…wird der Fußballspieler und -trainer Alberto Ormaetxea Ibarluzea in in Eibar (Baskenland, Spanien) geboren. Der Verteidiger spielt unter anderem für Real Sociedad San Sebastián (1962-1974). Als Trainer ist der Baske zunächst Assistent bei Sociedad, 1978 übernimmt Ormaetxea San Sebastián als Cheftrainer (1983 Halbfinale im Europapokal der Meister; 2x Meister 1981, 1982). Alberto Ormaetxea Ibarluzea stirbt am 28. Oktober 2005 im Alter von 66 Jahren in San Sebastián (Baskenland) nach langer Krankheit.

Vor 20 Jahren…
…gewinnt im längsten Spiel der Davis Cup-Geschichte seit der Einführung des Tie-Breaks der Österreicher Horst Skoff den Schweden Mats Wilander im Wiener Ferry-Dusika-Stadion in 6 Stunden und 4 Minuten 7:6, 6:7, 6:1, 4:6, 7:9 und gleicht damit zum 1:1 aus. Am Ende gewinnt Schweden das Viertelfinalduell mit 3:2 gegen Österreich, das ohne seine Nummer eins Thomas Muster auskommen muss. Wilander, Stefan Edberg und Anders Järryd kommen bis ins Finale, verlieren dort gegen Deutschland mit 2:3.

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