Jahrestage am 15. April 2009

Vor 50 Jahren…
…wird der Eishockeyspieler Kevin Hugh Lowe in Lachute (Québec, Kanada) geboren. Der Verteidiger wird 1979 von den Edmonton Oilers in der ersten Runde (Nummer 21) gedraftet. Neben den Oilers (5x Stanley-Cup-Sieger 1984, 1985, 1987, 1988, 1990) spielt der Kanadier für die New York Rangers (Stanley-Cup-Sieger 1993), insgesamt wird er sieben Mal (1984-1986, 1988-1990, 1993) ins All-Star-Team gewählt. Nach seiner aktiven Karriere übernimmt Edmonton Lowe als Assistent von Chefcoach Ron Low in den Betreuerstab, 1999 übernimmt er die Leitung, 2000 wird der Ex-Verteidiger zum General-Manager ernannt. Seit 2008 fungiert der Kanadier als Präsident der Abteilung Hockey Operations. In der Nationalmannschaft Kanadas arbeitet er im erfolgreichen Betreuerstab der Olympischen Spiele 2002 (Gold) und 2004 (Platz 7), sowie der WM 2004 (Gold).

Vor 20 Jahren…
…sterben im Hillsborough Stadium, Heimat des Fußballvereins Sheffield Wednesday, 96 Liverpool-Fans. Der Fan-Ansturm auf das FA-Cup-Halbfinale zwischen Liverpool und Nottingham Forest war immens, vor allem die Reds-Anhänger überforderten den Ordnerdienst. Aufgrund des Gedränges wurden die Eingangstore zum Sektor Liverpool-Fans geöffnet, um ein tödliches Gedränge außerhalb des Stadions zu verhindern. Der Effekt war, dass auf einer für 2000 Zuseher (nachträglich wurde ermittelt, dass auch diese Zahl etwa 400 zuviel gewesen wäre) zugelassenen Stehplatztribüne, etwa 1000 zuviel unkontrolliert eingelassen wurden. Die Menschen in den vorderen Reihen wurden gegen den Zaun gepresst, wurden erstickt und erdrückt. Da das Match mittlerweile begonnen hat, bemerkte niemand im Stadion die Tragödie, bis die ersten Zuseher in Todesangst über den Zaun auf das Spielfeld flüchteten. Nach sechs Minuten unterbrach der Referee die Partie auf Anordnung der Polizei, die ein kleines Tor im Gitter öffnete. Am Ende hielt die Absperrung der Belastung nicht mehr Stand und brach ein. Ein Teil der Polizeikräfte versperrte Liverpool-Fans, die Verletzte zu den Rettungswagen tragen wollten, den Weg, um ein Zusammentreffen mit gegnerischen Anhängern zu verhindern. Obwohl auch die Nottingham-Fans den Ernst der Lage erkannt hatten und die absperrenden Sicherheitskräfte darauf hinwiesen. Auf der anderen Seite wurde den Rettungskräften, bis auf ein Team, der Zugang verwehrt. Dieses musste sich jedoch aufgrund der großen Menge an Opfern wieder zurückziehen. Am Ende des Tages bleiben 94 Todesopfer, 300 schwer Verletzte und 766 leicht Verletzte Anhänger. Vier Tage später erliegt der 14-jährige Lee Nicol seinen Verletzungen. Fast vier Jahre, im März 1993 später stirbt das letzte Hillsborough-Opfer Tony Bland, der bis dahin im Koma lag. Unter den Todesopfern befindet sich der Cousin des aktuellen LFC-Kapitäns Steven Gerrard, Jon-Paul und der Vater des ehemaligen LFC-Torhüters Paul Harrison. Die Tragödie veranlasst den Gesetzgeber und die FA neue Richtlinien für Fußballstadien zu erstellen (Taylor Report): Unter anderem wurden die Zäune zwischen Spielfeldrand und den Tribünen abgebaut, in den großen Stadien gibt es nur mehr Sitzplätze.

Vor 10 Jahren…
…stirbt der Autokonstrukteur Harvey Postlethwaite im Alter von 55 Jahren in Barcelona (Spanien) an Herzversagen (geboren am 4. März 1944 in England). Er arbeitet unter anderem für Ferrari, Tyrrell und Sauber. Von ihm stammen viele berühmte Rennwagen und andere technische Innovationen wie zum Beispiel die erste Frontflügelkonstruktion. 1990 feiert der erste Tyrrell mit einer hochgenommenen Nase sein Debüt. Heute fahren ausnahmslos alle Rennwagen mit dieser Postlethwaite-Erfindung.

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