Jahrestage am 2. Mai 2009

Vor 70 Jahren…
…wird der Fußballspieler Ernesto Càstano in Cinisello Balsamo (Lombardei, Italien) geboren. Der Verteidiger spielt unter anderem bei Juventus Turin (3x Meister: 1960, 1961, 1967; 3x Cupsieger: 1959, 1959, 1965) und bildet dort gemeinsam mit Giancarlo Bercellino ein in den 1960er-Jahren legendäres Innenverteidiger-Duo. Außerdem absolviert Càstano sieben Länderspiele für Italien und wird mit der Squadra 1968 Europameister. Im Wiederholungsspiel gegen Jugoslawien fehlt der Topverteidiger jedoch, weil er im ersten Final-Duell durch einen Fehler für den Rückstand seiner Mannschaft sorgt.

Vor 60 Jahren…
…wird der Fußballtrainer Zdenko Verdenik in Ptuj (Slowenien) geboren. Er trainiert unter anderem das slowenische Nationalteam (1994-1997), Olimpija Ljubljana (Meister 1995), Austria Wien (17. Mai 1998 bis 2. April 1999) und anschließend diverse Vereine in Japan.

…stirbt der Wasserballspieler Billy Dean, eigentlich William Henry Dean, im Alter von 62 Jahren in Withington (Greater Manchester, England; geboren am 6. Februar 1887 in Manchester-Moston). Er gewinnt bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen die Goldmedaille mit dem britischen Team. Außerdem spielte für zwei Spielzeiten als Fußball-Torwart bei Manchester United.

…wird der Fußballspieler Zygmunt Kalinowski in Laski (Polen) geboren. Der Torhüter spielt unter anderem für Legia Warschau (2x Meister 1969, 1970), Slask Wroclaw (Meister 1977, Cupsieger 1976) und absolviert vier Länderspiele für Polen. 1974 wird er für die WM-Endrunde in Deutschland als Ersatzkeeper nominiert (Platz drei).

Vor 50 Jahren…
…wird die Biathletin Sanna Grønlid geboren. Sie gewinnt zweimal WM-Gold (1985 in Lahti im 5-Kilometer-Sprint, 1987 in Egg am Etzel/SUI über 10 Kilometer) und den Gesamtweltcup 1985. Die weitere Bilanz der Norwegerin: 2x Weltcupzweite, 1x Weltcupdritte, 4x WM-Silber und 3x WM-Bronze.

…wird der Fußballspieler Gary John Megson in Manchester (England) geboren. Der Mittelfeldakteur spielt unter anderem für Sheffield Wednesday. Nach seiner aktiven Karriere trainiert der Engländer unter anderem West Bromwich Albion und aktuell die Bolton Wanderers.

…hat Jerry Unser bei einem Trainingslauf zum 500-Meilen-Rennen in Indianapolis einen Unfall. 15 Tage später stirbt der US-Amerikaner an den dabei erlittenen Brandverletzungen. Unser ist der erste der Rennfahrer-Familie, der an dem Klassiker teilnimmt. Bei seinem einzigen Start im Jahr 1958 wird er, zusammen mit zwölf anderen Fahrzeugen, in eine Massenkarambolage in der ersten Runde verwickelt. Dabei fliegt er über die Mauer in der dritten Kurve und wird wie durch ein Wunder nicht verletzt. Bei der Massenkarambolage stirbt Pat O’Connor.

Vor 20 Jahren…
…stirbt der Bergsteiger Maki Yūkō, auch Maki Aritsune im Alter von 95 Jahren in Tokio (Japan; geboren am 5. Februar 1894 in Sendai). Am 10. September 1921 gelingt ihm mit seinen Bergführern Fritz Amatter, Samuel Brawand und Fritz Steuri die Erstbegehung des Mittellegigrates am Eiger. Weitere Erstbesteigungen des Japaners: 1922 Winterbesteigung des Yarigatake (Japan). 1925 Mount Alberta in den kanadischen Rocky Mountains, 9. Mai 1956 Erstbesteigung des Manaslu (Nepal, 8.163 m) als Expeditions-Leiter.

Vor 10 Jahren…
…stirbt die Schwimmerin Ruth Langer im Alter von 77/78 Jahren in London (England; geboren am 1921 in Wien). Sie schwimmt für den jüdischen Sportverein Hakoah Wien und wird für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin für das österreichische Team nominiert. Als Zeichen des Protests gegen die NS-Politik und die Misshandlung der Juden in Deutschland boykottiert sie aber gemeinsam mit den anderen Hakoah-Schwimmerinnen Judith Deutsch und Lucie Goldner sowie mit einer Reihe weiterer jüdischer Sportler die Veranstaltung. Daraufhin sperrt der rotweißrote Schwimmverband das Trio lebenslang (nach internationalen Protesten auf zwei Jahre reduziert) und tilgt sämtliche Rekorde (erst 1995 aufgehoben). Als sie kurz vor den Olympischen Spielen 1996 gefragt wird, ob sie ihre Boykott-Entscheidung bereue, meint sie zu Reuters: „Immer wenn Olympische Spiele stattfinden, tut mir mein Herz weh. Das ist etwas, das ein Leben lang bleibt. Die Olympia-Teilnahme war eine sich nur einmal im Leben bietende Chance, aber als Jüdin war es für mich einfach undenkbar, an den Wettkämpfen in Nazi-Deutschland teilzunehmen, wo die Angehörigen meines Volkes verfolgt wurden.“

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