Lesestoff am 02. Juli 2009

Sport & Rassismus
Das vergessene Genie

Arthur Friedenreich war der erste schwarze Star im brasilianischen Fußball. Seine Biografie „Friedenreich“ ist auch die Geschichte des „Rassismus à Brasileira“. „Das vergessene Fußballgenie“, so lautet der Untertitel der Biografie, die der in Rio de Janeiro lebende Sporthistoriker und -journalist Martin Curi soeben vorgelegt hat.
Quelle: taz.de

DDR-Doping
„Es gibt keine wirkliche Konsequenz“

Das Treffen von DDR-Dopingopfern mit der DOSB-Spitze empfand Ines Geipel grundsätzlich positiv. Dennoch sieht die Ex-Leichtathletin noch reichlich Handlungsbedarf: „Es gibt in dieser ganzen Thematik um die Dopingopfer der DDR nicht eine wirkliche Konsequenz. Das ist in der Trainerfrage ganz genauso.“
Quelle: ard.de

Fußball International
„Abstieg abschaffen“

Er wollte bei Fortuna Düsseldorf groß einsteigen, doch der Zweitliga-Aufsteiger lehnte ab. Mit dem SPIEGEL sprach der nach Israel ausgewanderte Unternehmer Daniel Jammer, 42, über deutsche Engstirnigkeit, das Vorbild USA und seinen früheren Coach Lothar Matthäus.
Quelle: spiegel.de

Anm.: An sich ein überlegenswerter Gedanke, den europäischen Fußball im Stile der US-Ligen aufzuziehen. Doch wenn ein Neoliberaler wie Jammer von solchen Dingen spricht, muss man skeptisch sein.

Sport & Gewalt
Der Mörder schrie „Goooool“

Vor 15 Jahren wurde der Kolumbianer Andres Escobar erschossen. Weil durch sein Eigentor bei der WM die Wettmafia Millionen verlor? Oder wegen eines Streits auf den Straßen von Medellin? Bis heute sind die Umstände dubios.
Quelle: 11freunde.de

Sport & Gesellschaft
Ehrenamtlichkeit im Abseits

Olympiasportarten kämpfen gegen einen Funktionärsschwund. „Bruder“ Fußball rückt die Realität in einen falschen Blickwinkel. Die veränderten Lebensbedingungen inklusive der Existenzängste tragen das Ihre dazu bei.
Quelle: ktz.at

Radsport
„Ein bisschen EPO, dann fahre ich schnell“

Ferdinand „Ferdy“ Kübler ist der älteste noch lebende Sieger der Tour de France. Bei LAOLA1 spricht er über die Frankreich-Rundfahrt und das leidige Thema Doping. „Das ist alles ein Theater und wird nicht richtig gehandhabt“, ärgert er sich.
Quelle: laola1.at

Anm.: Ein überraschend feines Interview. Obwohl es einige Punkte gibt, über die man diskutieren muss/kann. Zum Beispiel, dass Kübler für Fabio Cancellara die „Hand ins Feuer legen würde“, halte ich für sehr gewagt. Auch hat der 90-Jährige die moderne Praxis des Dopings nicht verinnerlicht: Die Mittel dienen dem Formaufbau um länger und härter trainieren zu können. Vor dem Rennen schmeißt man sich normalerweise nix mehr rein. Klar gab es auch Zeiten, als man die Tour de France auch sauber gewinnen konnte. Doch heutzutage? Wie soll man sauber gegen die medizinische Abteilung mit Contador, Armstrong und Co. bestehen?

Rollstuhltennis
Premiere auf Rasen

Eigentlich weiß Katharina Krüger noch gar nicht, was sie erwarten wird. Aber das haben Premieren nun einmal so an sich. Zum ersten Mal wird an diesem Wochenende ein Damenturnier auf dem heiligen Rasen in Wimbledon ausgetragen. Und Krüger ist dabei.
Quelle: ard.de

Sport & Wirtschaft
OECD sieht im Fußball hohes Geldwäsche-Risiko

In den Fußball ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten sehr viel Geld geflossen. Das hat den Sektor auch für Betrug und im Speziellen für Geldwäsche interessant gemacht, schreibt der Ausschuss gegen Geldwäsche (FATF) in der OECD in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Die Geldwäsche im Fußball dürfte tiefer greifen und komplexer sein, als angenommen, so die OECD. Allerdings seien alle Sportarten mit hohen Umsätzen davon betroffen, etwa Cricket, Rugby, Pferderennen, Motorsport, Eishockey, Basketball und Volleyball.
Quelle: kleinezeitung.at

Fußball Österreich
„Ein Inzucht-Betrieb“

Horn-Chef Thomas Kronsteiner findet an der neuen Bundesliga-Reform keinen Gefallen und sieht die Liga im Chaos. Solange die Vereine die Liga selbst organisieren, werde, so Kronsteiner, weiterhin ein „Inzucht-Betrieb“ herrschen. Eine Anleihe sollte der heimische Fußball etwa beim österreichischen Skiverband oder bei der Formel-1 nehmen. „Hier wird der Sport optimal mit der Wirtschaft verbunden.“
Quelle: noen.at

Pferdesport
Wo Angst regiert

Karl Blobel, langjähriger Mannschaftstierarzt der deutschen Dressur- und Springreiter, erhebt im ZEIT-Interview schwere Vorwürfe gegen die Dressurreiterin Isabell Werth: „Dieser Fall ist kein Arzneimittelmissbrauch, sondern klassisches Doping.“
Quelle: zeit.de

Fußball International
Die Vuvuzela-Lüge

Laut Fifa-Boss Josef Blatter gehören die Vuvuzelas zum südafrikanischen Fußball wie bei uns die Schnitzelsemmel oder die Rapid-Viertelstunde. Tatsache ist: Die Lärminstrumente werden erst seit 2001 am Kap als Fanutensil benutzt. In südafrikanischen Rugbystadien sind Vuvuzelas übrigens bereits verboten.
Quelle: vuvuzelas.org

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Eine Antwort to “Lesestoff am 02. Juli 2009”

  1. banvuvuzelas Says:

    Vielen Dank für’s Verlinken unseres Beitrages!
    Gegen Vuvuzelas – Pro Stimmung
    http://www.vuvuzelas.org

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: