Jubiläumsball am 23. August 2010

Vor 130 Jahren…
…starb der englische Boxer William Abednego Thompson, Spitzname Bendigo oder Bendy im Alter von 68 Jahren in Beeston (geboren am 11. Oktober 1811 in Nottingham) nachdem er sich bei einem Treppensturz die Rippen brach und dadurch die Lunge tödlich verletzte. Seine unorthodoxe teils unfaire Art zu boxen machte ihn zum Publikumsliebling, er lockte bis zu 15000 Zuseher an den Ring. Zu seinen bekanntesten Kämpfen zählten jene gegen seinen Lokalrivalen Ben Caunt, die jeweils durch Disqualifikation entschieden wurden. Seinen allerletzten Kampf gewann Bendigo weil sein Gegner Tom Paddock nach einem Niederschlag die Nerven verlor und auf den am Boden liegenden Thompson eintrat.

Vor 100 Jahren…
…wurde der italienische Fußballspieler Giuseppe Meazza, Spitznamen Pippin oder Balilla, in Mailand geboren. Er starb am 21. August 1979 im Alter von 68 Jahren in Rapallo an einer unheilbaren Krankheit. Er ist mit 288 Toren bis heute der erfolgreichste Torschütze von Inter Mailand und liegt in der ewigen Bestenliste der Torschützen der Serie A mit 216 Toren in 367 Spielen auf dem dritten Platz. Den Großteil seiner Karriere verbrachte Meazza bei Inter Mailand (1927–1940), weitere Stationen waren unter anderem Stadtrivale AC Milan und Juventus. Seine größten Klub-Erfolge holte er mit Inter: dreimal Meister (1930, 1938, 1940), einmal Pokalsieger (1939) und dreimal Torschützenkönig (1930, 1936, 1938). Mit der italienischen Nationalmannschaft schrieb er Geschichte: 1934 in Italien und 1938 in Frankreich holten die Azzurri auch dank Meazzas herausragender Leistung jeweils die Weltmeisterschaft. Nach seiner Zeit als Aktiver arbeitete er als Trainer u.a. bei Inter und als Teamchef. 1946 zog es Meazza als ersten italienischen Coach in die Fremde: Er ging nach Istanbul zu Besikats (bis 1948).

Vor 80 Jahren…
…wurde die kanadische Skirennläuferin Joanne Hewson in Montreal geboren. Sie gewann 1956 die Abfahrt des legendären Arlberg-Kandahar-Rennens. Bei den Olympischen Spielen 1954 in Oslo fuhr sie auf den achten Platz.

…wurde der brasilianische Fußballspieler Cabeção, sinngemäß „Eierschädl“, eigentlich Luís Morais, geboren.  Der Torhüter stand bei der WM-Endrunde 1954 im Kader der Seleção. Mit Corinthians gewann er dreimal (1951, 1952, 1954) die Campeonato Paulista.

Vor 75 Jahren…
…wurde der kolumbianische Fußballspieler Marcos Coll, voller Name Marcos Tulio Coll Tesillo, Spitzname El Olimpico, in Barranquilla geboren. Er spielte unter anderem für América de Cali. Berühmt wurde Coll durch ein Tor bei der WM-Endrunde 1962 in Chile: Beim Stand von 1:4 gegen die Sowjetunion überrumpelte er per direktem Eckball den großen Lew Jaschin, die „Schwarze Spinne“, und leitete damit eine Aufholjagd der Kolumbianer zum Endstand von 4:4 ein. Dieser Treffer war das bisher einzige Olympic Goal der WM-Geschichte.

Vor 60 Jahren…
…wurde der italienische Fußballspieler und -trainer Luigi Delneri in Aquileia geboren. Während seiner aktiven Karriere spielte er unter anderem für Udinese Calcio (Mitropa-Cup-Sieger 1980) und Sampdoria Genua. Als Trainer machte er sich mit Chievo Verona einen Namen. Bereits im ersten Jahr in der Serie A landete der Außenseiter auf einem Uefa-Cup-Platz. 2002 wurde Delneri als Serie-A-Trainer des Jahres ausgezeichnet. Seit 19. Mai 2010 trainiert er Rekordmeister Juventus Turin.

…starb der US-amerikanische Bobfahrer Richard Averell Parke (geboren am 13. Dezember 1893 in Staten Island, New York) im Alter von 56 Jahren in St. Moritz (SUI). 1928 gewann er mit dem US-Bob bei den Olympischen Winterspielen in St. Moritz die Goldmedaille im Fünferbob.

Vor 50 Jahren…
…wurde der Schweizer Radrennfahrer Hubert Seiz in Arbon geboren. Seine größten Erfolge waren ein Etappensieg beim Giro d’Italia 1985 und bei der Tour de Suisse 1983. Bei den Klassikern Flèche Wallone sowie Lüttich-Bastogne-Lüttich kam er ebenfalls 1983 als Dritter ins Ziel.

Vor 30 Jahren…
…starb der österreichische Fußballspieler Gerhard Hanappi (geboren am 16. Februar 1929 in Wien) im Alter von 51 Jahren an Kehlkopfkrebs. Bereits mit 17 Jahren spielte er in der ersten Mannschaft von Wacker Wien und holte 1947 überraschend den Meistertitel. 1950 wechselte er zu Rapid Wien. Mit den Grün-Weißen gewann er in der Folge sieben Meisterschaften (1951, 1952, 1954, 1956, 1957, 1960, 1964), einen Cupsieg (1961) und den Zentropa-Cup (1951). Mit dem Nationalteam erreichte er mit Platz drei bei der WM-Endrunde 1954 in der Schweiz den größten Erfolg des rotweißroten Fußballs. Nach seiner aktiven Karriere machte er sich als Architekt einen Namen. Hanappi plante und baute das nach ihm benannte Weststadion in Hütteldorf, das auch unter dem Namen „St. Hanappi“ bekannt ist. 1999 wurde er in das Rapid-Jahrhundertteam gewählt.

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