First Vienna: Tatar sucht seine blaugelbe Garde

Zum Auftakt ging es auf der Hohen Warte hart zur Sache.

Die Vienna absolvierte ihren Trainingsauftakt nach zweiwöchigem Urlaub bei frostigen Temperaturen und mit Überraschungsgast Rashid Rachimov. Bis Weihnachten sollen die körperlichen Grundlagen geschaffen werden, um ab 10. Jänner am System Tatar zu feilen. Bis dahin soll auch der Kader für das Frühjahr stehen.

Der Trainer sieht vor allem die Verunsicherung nach der unglücklichen 3:4-Niederlage gegen St. Pölten als Knackpunkt. Die Mannschaft holte ein 1:3 auf, war am Drücker und kassierte in allerletzter Minute den entscheidenden Gegentreffer. „Ab diesem Zeitpunkt fiel das Team bei jedem Gegentreffer regelrecht ein,“ analysierte der Chef-Coach der Blau-Gelben, Alfred Tatar.

Das Problem liege an der Mentalität seiner Jungs: „Wir haben keine Führungsspieler, die ihre Kollegen bei einem Rückstand mitreißen können.“ Diese flache Hierarchie müsse aufgelöst werden, Spieler mit Führungsanspruch geholt werden. „So etwas kann man sich nicht aneignen. Das hat man oder man hat es nicht,“ weiß der Trainerfuchs.

Ein weiteres Anforderungsprofil ist die Körpergröße: „Wir haben so viele Kopfball-Duelle verloren wie keine andere Mannschaft in der Liga.“ Das heißt, Tatar sieht sich nach Spielern mit Gardemaß um.  Und ein ganz wichtiger Punkt ist die Erfahrung: „Ich brauche gestandene Spieler, die wissen was es heißt zu kämpfen,“ gibt sich der Trainer fast schon martialisch.

Vor allem für die zentralen Defensiven Positionen sucht Tatar neue Leute. Dort seien die Schwächen nur durch Neuzugänge zu beseitigen. Mit dem Spiel nach vorne ist der Schinkels-Nachfolger zufrieden: „Es war nicht alles schlecht in dieser Saison.“

Kolportierte 100.000 Euro soll das Trainerteam der Döblinger zur Verfügung haben, um die Mannschaft punktuell zu verstärken. Ganz oben auf der Wunschliste von Tatar steht Rapid-Innenverteidiger Hannes Eder (27 Jahre/180 cm), der gerade im Abstiegskampf ein große Hilfe und ein gesuchter Führungsspieler wäre. Doch die Grün-Weißen wollen den Ex-Innsbrucker doch lieber an den LASK verleihen, Eder selbst zieht es eher ins Ausland.

Gerüchteweise soll auch Ernst Dospel (34 /185), der sich derzeit im Unterhaus beim SV Absdorf als Spielertrainer verdingt, in den Profizirkus zurückgeholt werden. Er spielte in der vergangenen Saison noch in der Südstadt.

Weitere Kandidaten:
Pa Ousman Sonko (25/184, Linksverteidiger, Kapfenberg, zweifacher Teamspieler für Gambia, sehr verletzungsanfällig),
Landing Goudaby (23/179, defensives Mittelfeld, zuletzt SV Seekirchen/RLW),
Fernando Troyansky (33/174, Austria Wien, kam insgesamt auf sieben Bewerbsspiele im Herbst, davon zwei in der Ostliga),
Wolfgang Klapf (22/180, Wr. Neustadt, linker Verteidiger, vier BL-Einsätze beim Schöttel-Klub),
Christian Haselberger (21/185, Wr. Neustadt, defensives Mittelfeld, sieben BL-Kurzeinsätze, einmal 80 Minuten),
Bernd Besenlehner (24/179, Wr. Neustadt, rechtes Mittelfeld, zwei BL-Einsätze).

Realistisch sind eigentlich nur Sonko und Troyansky.  Dospel wäre für die Vienna in kritischen Phasen eine Hilfe, Eder ist sehr unwahrscheinlich. Aus der jungen Garde wäre Haselberger eine langfristige Option in unsicheren Zeiten.

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