Archive for the ‘Lesestoff’ Category

Lesestoff am 15. Juli 2009

15. Juli 2009

Interessant, witzig und wahnsinnig tiefsinnig – die besten Storys aus der Welt des Sports.

Medien
Doping und die Medien

Über die Schwierigkeiten der Dopingberichterstattung am Beispiel der Tour de France (ist ja auch aktuell) haben Angelika Mikus (TU Dortmund, Institut für Journalistik) und Lukas Eberle (Universität Tübingen) unlängst ihre Abschlussarbeiten geschrieben.
Quelle: jensweinreich.de

Anm.: Gilt zum Großteil auch für Österreich. Hier galt und gilt zum Teil immer noch das Motto: „Wir schießen uns doch unsere eigenen Stars nicht ab.“

Radsport & Doping
Zusammengepresste Lippen im Zirkus

Die Franzosen feiern die Tour, Lance Armstrong und sich selbst. Dopingskandale sind kein Thema mehr. Nur die Deutschen stören die gute Stimmung. Sie haben einen Generalverdacht erhoben. Das ist nicht gut angekommen bei denen, die professionell über die Landstraßen radeln. Hans-Michael Holczer vertritt einen fatalistischen Ansatz. „Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass wir mit all den Kontrollen etwas ausrichten können“, sagt er.
Quelle: ard.de

Fußball & Geschichte
Gelernte Geschichte

Am Samstag feierte der SK Rapid sein 110-jähriges Jubiläum mit einem Spiel gegen den FC Schalke 04. Im Rahmen der Neuauflage des Finales um die »Deutsche Meisterschaft« von 1941 wurde auch an die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen des Matches erinnert.
Quelle: ballesterer.at

Fußball Österreich
Fußball-Journal ’09-56

Nicht das Richtige, bloß das „Beste“. Über die Selbstpräsentation der Bundesliga zu ihrem Saison-Auftakt. Sorgte die Pressekonferenz zum Start der 1. Liga durch ihren Realismus und Offenheit für eine sehr schönwetterliche Stimmung, so war die Vorstellung der Bundesliga-Saison eine mühsame Sache.
Quelle: fm4.ORF.at/Blumenau

Medien
Aus für Randsport-Sender ORF Sport plus

ORF Sport plus steht vor dem Aus. Informationsdirektor Elmar Oberhauser hat den Spartenkanal bereits aus der Budgetplanung für nächstes Jahr gestrichen und die Politik sowie die Bundes-Sportorganisation (BSO) und einzelne Sportverbände darüber informiert, dass der Randsport-Sender aus dem Programm fallen wird.
Quelle: derstandard.at

Olympia
Grüße aus Vancouver: Ski unheil

Die arme Richterin, die in Kanada über die Aufnahme der Skispringerinnen in das Olympiaprogramm entscheiden sollte, hat sich so salomonisch wie möglich aus der Sache herauslaviert. Ja, sagte sie, wenn Frauen in Sportarten nicht zu den Spielen zugelassen werden, die Männer aber doch, sei das durchaus Diskriminierung. Aber nein, sagte sie, daran könne sie nichts ändern. Das sei die Angelegenheit des IOC.
Quelle: american-arena.com

Anm.: Das Problem vieler Kommentatoren (damit ist nicht Jürgen Kalwa gemeint) ist, dass sie offenbar keine Ahnung haben, nach welchen Kriterien Sportarten zu Olympia zugelassen werden. Bis zu den Nordischen Weltmeisterschaften 2009 gab es keine Titelkämpfe für Frauen. Im Grunde liegt und lag es an der Fis, dass die weiblichen Springerinnen erst jetzt in den Fokus der Öffentlichkeit gelangten. Den Schwarzen Peter alleine dem IOC zuzuschieben, ist zu einfach. Ich persönlich wünsche mir, dass die Frauen in Vacouver dabei sind. Ob man dafür auf einen Männerevent (Klein- oder Großschanze) verzichten muss, ist eine andere Frage. Das zweite Problem: Das IOC (wie auch die Fifa oder Uefa) geriert sich als Staat im Staat. Wenn der Wanderzirkus kommt, werden nationale Gesetze ad absurdum geführt, auf einmal ist von freiem Markt und Wettbewerb nichts mehr zu hören.

Doping
Hütthaler wird in die Mangel genommen

In der Fernsehsendung Blickpunkt Sport sprach Ex-Triathletin Lisa Hütthaler über ihre Dopingvergangenheit. Triathlet Normann Stadler war schockiert über Hütthalers Aussagen. Auch an Ex-Radprofi Jörg Jaksche ließ er kein gutes Haar.
Quelle: kleinezeitung.at

Basketball
Steger wird abgelöst

Der umstrittene ÖBL-Präsident Dr. Norbert Steger wird in einer außerordentlichen Generalversammlung abgelöst. Ausgerechnet ein Machtkampf mit Ex-Parteikollege und Fürstenfeld-Präsident Harald Fischl soll ausschlaggebend für Stegers Ablöse gewesen sein.
Quelle: noen.at

Anm.: Nach Steger übernimmt – zumindest hinter den Kulissen – Machtmenschen und Haider-Günstling Fischl das Kommando. Das werden spannende Zeiten für den ÖBV und die Liga.

Medien
Friss Vogel, oder stirb

In der Zeitungsbranche geht’s rund. Die Verlage lagern aus und umgehen Verträge. Droht das Ende der Meinungsfreiheit? „Aber die bloße Tatsache, dass man glaubt, mit uns Journalisten umgehen zu können wie mit Masseuren, verrät einen gewissen Geist, mit dem die Verleger uns Journalisten gegenübertreten“, meint Styria-Betriebsratschef und Wirtschaftsblatt-Journalist Herbert Geyer.
Quelle: falter.at

Anm.: Online-Journalisten unterliegen schon seit Jahren dem für Verlage sehr günstigen Gewerbe-Kollektivvertrag. Dazu kommt, dass die meisten Journalisten (ob Online oder Print) als freie Mitarbeiter abgespeist werden und erst seit 2008 von der Gewerkschaft „betreut“ werden. Viel Arbeit für wenig Geld – ein Traum der neoliberalen Eliten.

Fußball International
Kosovo will die Lizenz zum Kicken

Zehn Jahre sind seit dem Krieg im Kosovo vergangen. Inzwischen ist das Land unabhängig. Aber im Fußball weder Fifa noch Uefa haben den kleinen Balkanstaat bisher aufgenommen.
Quelle: taz.de

Reitsport & Doping
Der Reitverband muss sich Vorwürfe machen

Seit Montag widmet sich eine Kommission den Dopingskandalen im deutschen Reitsport. WELT ONLINE sprach mit dem Vorsitzenden des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, Peter Danckert (SPD), über die Fehler von Isabell Werth, den Weckruf von Ludger Beerbaum und die Versäumnisse im Antidopingkampf.
Quelle: welt.de

Sport & Wirtschaft
Die Angst vor der Pleitewelle in den Bundesligen

Nach Nordhorn, Essen und Stralsund hätte es auch Flensburg-Handewitt erwischen können. Die Spieler verzichten auf Teile ihres Gehalts und retten die Existenz des Klubs. Das Missmanagement und die Abhängigkeit von Sponsoren gefährden die deutschen Hand-, Basket- und Volleyballklubs.
Quelle: welt.de

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Lesestoff am 13. Juli 2009

13. Juli 2009

Interessant, witzig und wahnsinnig tiefsinnig – die besten Storys aus der Welt des Sports.

Fußball Österreich
Wir sind auf dem Holzweg

200 arbeitslose Jungtalente, Liveübertragungen, die keinen interessieren, und Physiotherapeuten, die von Bundesliga-Klubs nur halbtags beschäftigt werden: Gernot Zirngast, Vorsitzender der Spielergewerkschaft VdF, macht im Gespräch mit dem ballesterer seinem Ärger über den österreichischen Pseudoprofessionalismus Luft.
Quelle: ballesterer.at

Mehr Platz für Talente
Willi Ruttensteiner
kann sich mittelfristig eine Aufstockung von Österreichs höchster Spielklasse vorstellen. Im Zuge der Diskussion über die Ligareform sprach der Technische Direktor des ÖFB mit dem ballesterer über den steigenden Output der Akademien und die Entwicklungen des Nachwuchses im internationalen Vergleich.
Quelle: ballesterer.at

Fußball International
13 Jahre umsonst gespielt

Kann es noch schlimmer kommen? Seit Monaten befindet sich der ukrainische Fußball in einer schwerwiegenden Krise. Die Zweifel des europäischen Fußballverbandes Uefa, dass das Land in der Lage ist, gemeinsam mit Polen die Europameisterschaft 2012 auszutragen, sind eher gewachsen als geschrumpft.
Quelle: tagesspiegel.de

Doping
Biathlon-Bundestrainer Ullrich lässt Zeugen drohen
Biathlon-Bundestrainer Frank Ullrich geht in die Offensive: Über seinen Anwalt droht er dem Kronzeugen Jürgen Wirth, sollte dieser nicht widerrufen, dass er zu DDR-Zeiten die Einnahme von Dopingmitteln veranlasst und überwacht habe. Doch der bleibt davon unbeeindruckt.
Quelle: welt.de

Sport & Gesellschaft
Als Fußball noch nach Bratwurst roch

Pepe Mager hatte sich schon lange innerlich abgewandt von einem Teil von Hertha BSC. Von jener Hertha, die ihre modernen Symbole hat. Millionenschwere Profis, Logen, Sitzplätze, Vips, durchorganisierte Mitgliederversammlungen. Mager ist das Symbol der alten Zeit, als der Fußball noch nach Bratwurst roch und die Fans brüllten: „Wen wollen wir lynchen? – Bayern München.“
Quelle: zeit.de

Sport & Wissenschaft
Meine Schuhe schießen mehr Tore

Seit zwanzig Jahren beschäftigt sich Eckhard Hermstedt in seiner Freizeit intensiv mit dem perfekten Schuss. Der promovierte Chemiker entwickelte spezielle Fußballschuhe für eine höhere Schussgenauigkeit und ließ diese mit Erfolg in der Bundesliga ausprobieren. Doch bei den Sportartikelkonzernen fand er keine gemeinsame Basis.
Quelle: faz.net

Sport & Gesellschaft
Lediglich ein kurzer Kuss

Eiskunstläufer, Eltern, Preisrichter und Anhänger fordern in einem offenen Brief die sofortige Suspendierung ihres Sportdirektors Udo Dönsdorf. Dönsdorf soll in mindestens zwei Fällen von ihm abhängige Sportler sexuell belästigt haben. Die Unterzeichner des Briefes fordern außerdem ein Opfertelefon für Sportler, die sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren oder sind. Das Thema sexuelle Gewalt soll außerdem in der Trainerfortbildung stärker verankert werden.
Quelle: taz.de

Sport & Wissenschaft
Die Vermessung der Fußballwelt

Seit einem Vierteljahrhundert produziert eine internationale Föderation pausenlos Statistiken und Ranglisten. Jedes Jahr wählt sie Trainer, Spieler und Schiedsrichter, das Fernsehen überträgt. Der Mann, der dahintersteht, sieht sich in seiner Bedeutung verkannt.
Quelle: spiegel.de

Fußball Österreich
Meister im Tapezieren

Für SV-Ried-Manager Stefan Reiter funktioniert Profifußball in Österreich nur innerhalb realistischer Grenzen. Ein Gespräch über unterschiedliche Erfolgsparameter und ein Land voller Flutlichtmasten.
Quelle: derstandard.at

Sport & Doping
Der Kampf gegen Doping ist gescheitert

Die ernüchternde Bilanz eines Soziologen, der sich seit 40 Jahren für sauberen Sport einsetzt. Der weltweite Kampf gegen Doping verschlingt Hunderte von Millionen Franken – auch Steuergelder. Gebracht hat er nur wenig, wie der deutsche Professor Helmut Digel schreibt.
Quelle: nzz.ch

Sport & Doping
So sauber wie eh und je

Dopingsünder Bernhard Kohl und sein eigenartiger Umgang mit der Wahrheit beschäftigt nach wie vor die Radsportszene. Im Interview mit ORF.at klärt der 28-Jährige nun auf, spricht über sein Geständnis in Teilen und kündigt einen Abschied vom „System des Lügens“ an.
Quelle: sport.orf.at


Lesestoff am 08. Juli 2009

8. Juli 2009

Interessant, witzig und wahnsinnig tiefsinnig – die besten Storys aus der Welt des Sports.

Sport & Politik
Hilfe, die Nazis kommen!

Wie ein Aufmarsch der NPD den Zweitligisten Energie Cottbus veranlasst, ein Fußballspiel abzusagen und die Stadt Storkow durcheinanderbringt. Die Sicherheit der Spieler sei nicht gewährleistet, hieß die offizielle Begründung für die Absage. Man könne nicht für andere die Kastanien aus dem Feuer holen, hieß es aus Cottbus.
Quelle: zeit.de

Doping
„Hempel war immer ein schräger Vogel“

Hans Holczer, einst Manager des Radteams Gerolsteiner, über seine seltsamen Erfahrungen mit dem Kärntner Triathleten Hannes Hempel. „Ich habe keine Rechnung mit ihm offen – aber wie er sich in der österreichischen Presse darstellt, das ruft ein Grinsen in mir hervor. Hempel ist bei uns im Team Gerolsteiner rausgeflogen.“
Quelle: kurier.at

Die Blutkontrollen von Claudia Pechstein
Quelle: jensweinreich.de

EPO macht Mäuse klüger
Erythropoetin (EPO) ist vor allem als Dopingmittel bekannt. Versuche zeigen, dass das Hormon nicht nur den Muskeln, sondern auch dem Gehirn einen Leistungsschub versetzt – zumindest bei Mäusen.
Quelle: science.orf.at

Sport & Medien
Wir Journalisten verabscheuen Doping

Kommentar von von Gerhard Hofer. Wir fordern Höchststrafen und Höchstleistungen zugleich. Über das Pharisäertum im Sport, in Medien und im Publikum.
Quelle: diepresse.com

Dazu passt:
Radsport betreibt Werbung in eigener Sache
Kommentar von Peter Rietzler. Die Ö-Tour und Rundfahrt durch Frankreich lassen die Herzen höher schlagen. In diesen Minuten, Stunden und Tagen treten dann auch alle Anschuldigungen, Gerüchte und Betrügereien rund um das Peloton in den Hintergrund. Und das ist gut so. Denn der Radsport hat es sich nicht verdient, dass alle Athleten über einen Kamm geschoren werden.
Quelle: laola1.at

Fußball Deutschland
FC St. Pauli fordert Polizei zu Stellungnahme auf

Entsetzen bei Fans und Verein: Nach dem Polizeieinsatz in einer St.-Pauli-Fankneipe hat der FC St. Pauli die Sicherheitsbehörden zu einer Stellungnahme aufgefordert. Die Anhänger haben für Freitag eine Demonstration angekündigt, die Polizei mauert weiter.
Quelle: spiegel.de

Sport & Religion
Stoffliche Wahrheit

Die Freude nach dem Sieg im Konföderationen-Cup war im brasilianischen Team gross. Spieler und Betreuer bildeten nach dem Final noch auf dem Feld einen Kreis und dankten etwa auf Leibchen Gott und Jesus für die Gnade. Nun intervenierte der Fussball-Weltverband Fifa. Denn religiöse Aussagen sind auf dem Feld untersagt.
Quelle: nzz.ch

Anm.: Wie man mit dieser Geschichte einen Keil in die Gesellschaft treiben kann und sie zur Hetze gegen andersgläubige Mitbürger benutzen kann, zeigt das nächste Beispiel:

Bet-Verbot auf dem Spielfeld nur für Christen?
Weil die Seleção am Confed-Cup kollektiv betete, hat die Fifa die Brasilianer ermahnt. Dass die Ägypter dasselbe taten, war ihr offenbar egal. Nun tobt in Italien eine Medienschlacht.
Quelle: 20min.ch

Das Beten am Platz ist für die Fifa kein Problem und ist auch nicht verboten.  Dass sich die Kritik auf die nervenden Leibchen mit missionarischen, religiösen Botschaften bezieht, wird verschwiegen – wäre ja ziemlich  langweilig.

Fußball Italien
Berlusconi und das Ende der Walküren

Die Milan-Fans sind empört: Silvio Berlusconi lässt den AC Mailand wie ein altes Spielzeug fallen. Früher beschenkte der Boss seine Fans mit Ausnahmespielern und seine Fußballer mit teuren Autos und Uhren. Heute bedenkt er die jungen Frauen, die in Mannschaftsstärke und im vorgeschriebenen Trikot des kleinen Schwarzen zu seinen Abendessen erscheinen, mit selbst entworfenen Schmuckstücken – und vielleicht später mit einem Job im Fernsehen oder in der Politik.
Quelle: sueddeutsche.de

Sport & Gesellschaft
Österreichs sportlichste Stadt

Die SVS bewegt vom Kindergarten bis ins Senioren­alter und läuft im Spitzensport Wien den Rang ab. Schwechat bei Wien hat die Idee vom TV-Format Takeshi’s Castle aufgegriffen, das Spiel in Form und Titel („Takeshi“ ohne Castle) leicht verändert und kindergerecht gemacht. Zum zehnten Mal bereits fanden sich gen Schulschluss an zwei Takeshi-Tagen fast zweitausend Kinder im Freizeitzentrum ein. Sie kraxelten, schwammen, tauchten, balancierten, rutschten. Kurz: Sie spielten, sie sportelten.
Quelle: derstandard.at

Lesestoff am 06. Juli 2009

6. Juli 2009

Interessant, witzig und wahnsinnig tiefsinnig – die besten Storys aus der Welt des Sports.

Radsport & Doping
Kopfstoss: Junkie? Oder Armstrong?

BLICK-Kolumnist Pedro Lenz klärt uns auf: Das ist der Unterschied zwischen Lance Armstrong und einem Junkie! Der Junkie am Bahnhof weiß, was Sache ist und verlangt einen Stutz oder zwei. Armstrong sagt, er wisse von nichts und verlangt meinen Respekt. Dem Junkie gebe ich einen Zweifränkler. Armstrong kriegt gar nichts.
Quelle: blick.ch

Leichtathletik & Doping
Der flache Atem der Naivität und die Lücke im System
Eine Hobbyläuferin, die keinem Kader angehört wurde für die Team-EM nominiert. Ein Asthma-Spray verhinderte die Teilnahme.
Quelle: derstandard.at

Internationaler Fußball
Arbeitslos statt Champions League

Im Lebenslauf von Stefan Wessels tauchen einige illustre Arbeitgeber auf. Bei Bayern und Everton stand der Keeper schon unter Vertrag. Jetzt trainiert er bei der Vereinigung der Vertragsfußballer – wie jeder zehnte Profi in Deutschland ist Wessels arbeitslos.
Quelle: zdf.de

Sportwetten & Fußball
„Klubs wissen nicht, was ihre Spieler treiben“

Spielmanipulationen gehören im Fussball leider dazu. Anfällig sind vor allem die ersten Runden von internationalen Wettbewerben. Uefa-Experte Peter Limacher erklärt, was man dagegen machen kann und wo man machtlos ist.
Quelle: 20min.ch

Lesestoff am 02. Juli 2009

2. Juli 2009

Sport & Rassismus
Das vergessene Genie

Arthur Friedenreich war der erste schwarze Star im brasilianischen Fußball. Seine Biografie „Friedenreich“ ist auch die Geschichte des „Rassismus à Brasileira“. „Das vergessene Fußballgenie“, so lautet der Untertitel der Biografie, die der in Rio de Janeiro lebende Sporthistoriker und -journalist Martin Curi soeben vorgelegt hat.
Quelle: taz.de

DDR-Doping
„Es gibt keine wirkliche Konsequenz“

Das Treffen von DDR-Dopingopfern mit der DOSB-Spitze empfand Ines Geipel grundsätzlich positiv. Dennoch sieht die Ex-Leichtathletin noch reichlich Handlungsbedarf: „Es gibt in dieser ganzen Thematik um die Dopingopfer der DDR nicht eine wirkliche Konsequenz. Das ist in der Trainerfrage ganz genauso.“
Quelle: ard.de

Fußball International
„Abstieg abschaffen“

Er wollte bei Fortuna Düsseldorf groß einsteigen, doch der Zweitliga-Aufsteiger lehnte ab. Mit dem SPIEGEL sprach der nach Israel ausgewanderte Unternehmer Daniel Jammer, 42, über deutsche Engstirnigkeit, das Vorbild USA und seinen früheren Coach Lothar Matthäus.
Quelle: spiegel.de

Anm.: An sich ein überlegenswerter Gedanke, den europäischen Fußball im Stile der US-Ligen aufzuziehen. Doch wenn ein Neoliberaler wie Jammer von solchen Dingen spricht, muss man skeptisch sein.

Sport & Gewalt
Der Mörder schrie „Goooool“

Vor 15 Jahren wurde der Kolumbianer Andres Escobar erschossen. Weil durch sein Eigentor bei der WM die Wettmafia Millionen verlor? Oder wegen eines Streits auf den Straßen von Medellin? Bis heute sind die Umstände dubios.
Quelle: 11freunde.de

Sport & Gesellschaft
Ehrenamtlichkeit im Abseits

Olympiasportarten kämpfen gegen einen Funktionärsschwund. „Bruder“ Fußball rückt die Realität in einen falschen Blickwinkel. Die veränderten Lebensbedingungen inklusive der Existenzängste tragen das Ihre dazu bei.
Quelle: ktz.at

Radsport
„Ein bisschen EPO, dann fahre ich schnell“

Ferdinand „Ferdy“ Kübler ist der älteste noch lebende Sieger der Tour de France. Bei LAOLA1 spricht er über die Frankreich-Rundfahrt und das leidige Thema Doping. „Das ist alles ein Theater und wird nicht richtig gehandhabt“, ärgert er sich.
Quelle: laola1.at

Anm.: Ein überraschend feines Interview. Obwohl es einige Punkte gibt, über die man diskutieren muss/kann. Zum Beispiel, dass Kübler für Fabio Cancellara die „Hand ins Feuer legen würde“, halte ich für sehr gewagt. Auch hat der 90-Jährige die moderne Praxis des Dopings nicht verinnerlicht: Die Mittel dienen dem Formaufbau um länger und härter trainieren zu können. Vor dem Rennen schmeißt man sich normalerweise nix mehr rein. Klar gab es auch Zeiten, als man die Tour de France auch sauber gewinnen konnte. Doch heutzutage? Wie soll man sauber gegen die medizinische Abteilung mit Contador, Armstrong und Co. bestehen?

Rollstuhltennis
Premiere auf Rasen

Eigentlich weiß Katharina Krüger noch gar nicht, was sie erwarten wird. Aber das haben Premieren nun einmal so an sich. Zum ersten Mal wird an diesem Wochenende ein Damenturnier auf dem heiligen Rasen in Wimbledon ausgetragen. Und Krüger ist dabei.
Quelle: ard.de

Sport & Wirtschaft
OECD sieht im Fußball hohes Geldwäsche-Risiko

In den Fußball ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten sehr viel Geld geflossen. Das hat den Sektor auch für Betrug und im Speziellen für Geldwäsche interessant gemacht, schreibt der Ausschuss gegen Geldwäsche (FATF) in der OECD in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Die Geldwäsche im Fußball dürfte tiefer greifen und komplexer sein, als angenommen, so die OECD. Allerdings seien alle Sportarten mit hohen Umsätzen davon betroffen, etwa Cricket, Rugby, Pferderennen, Motorsport, Eishockey, Basketball und Volleyball.
Quelle: kleinezeitung.at

Fußball Österreich
„Ein Inzucht-Betrieb“

Horn-Chef Thomas Kronsteiner findet an der neuen Bundesliga-Reform keinen Gefallen und sieht die Liga im Chaos. Solange die Vereine die Liga selbst organisieren, werde, so Kronsteiner, weiterhin ein „Inzucht-Betrieb“ herrschen. Eine Anleihe sollte der heimische Fußball etwa beim österreichischen Skiverband oder bei der Formel-1 nehmen. „Hier wird der Sport optimal mit der Wirtschaft verbunden.“
Quelle: noen.at

Pferdesport
Wo Angst regiert

Karl Blobel, langjähriger Mannschaftstierarzt der deutschen Dressur- und Springreiter, erhebt im ZEIT-Interview schwere Vorwürfe gegen die Dressurreiterin Isabell Werth: „Dieser Fall ist kein Arzneimittelmissbrauch, sondern klassisches Doping.“
Quelle: zeit.de

Fußball International
Die Vuvuzela-Lüge

Laut Fifa-Boss Josef Blatter gehören die Vuvuzelas zum südafrikanischen Fußball wie bei uns die Schnitzelsemmel oder die Rapid-Viertelstunde. Tatsache ist: Die Lärminstrumente werden erst seit 2001 am Kap als Fanutensil benutzt. In südafrikanischen Rugbystadien sind Vuvuzelas übrigens bereits verboten.
Quelle: vuvuzelas.org

Lesestoff am 30. Juni 2009

30. Juni 2009

Interessant, witzig und wahnsinnig tiefsinnig – die besten Storys aus der Welt des Sports.

Sport & Rassismus
„So gut kann eine Jüdin sein, ihr Bastarde“

Gretel Bergmann ist eine Medaillenkandidatin bei den Sommerspielen 1936. Doch die Nazis verhindern die Teilnahme der Jüdin. Eine Stehplatzkarte war alles, was die Nazis Bergmann für die Olympischen Spiele 1936 angeboten haben. Eine Ausstellung erinnert an ihr Schicksal.
Quelle: zeit.de

Sport & Doping
Demel verlässt NADA mit sofortiger Wirkung

Karlheinz Demel verlässt die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) mit sofortiger Wirkung. Die Trennung sei aber „nicht im Bösen“ erfolgt, betonte NADA-Geschäftsführer Andreas Schwab. „Es gab keinen unmittelbaren Anlassfall.
Quelle: orf.at

Dazu passt:
Kohl hat Dopingmittel weitergegeben
In einem ORF-Interview hat Bernhard Kohl erstmals öffentlich zugegeben, Dopingmittel nicht nur selbst verwendet, sondern auch weitergegeben zu haben. „Unter guten Freunden gibt man sich manche Sachen natürlich auch weiter.“
Quelle: kurier.at


Die gedopte Nation
Doping als Massenphänomen: Vom mächtigen ÖSV-Präsidenten bis zum Hinterhof-Bodybuilder stehen hunderte Athleten, Funktionäre und Betreuer unter Anklage oder Verdacht. „Das System Sport kann es sich gar nicht leisten, Doping wirklich zu verfolgen“, sagt ein österreichischer Funktionär, der mit dieser Einschätzung aber nicht namentlich zitiert werden will.
Quelle: profil.at

Anm.: Die Story mit Kate Allen ist weniger exklusiv als sich Profil wünscht und war schon damals jedem Sportinteressierten bekannt. Abgesehen davon gibt das Magazin einen Überblick über die Problematik. Zu wenig wird dabei auf die Rolle der Medien eingegangen, die in den letzten Jahren einen Verweigerungskurs gefahren sind unter dem Motto: „Wir schießen uns nicht unsere eigenen Stars ab.“

Sport & Medien
Die Agentur und der Unfalltod eines deutschen Journalisten

Vor ein paar Tagen kam aus Südafrika die Meldung über einen schweren Autounfall. Deutsche Sportjournalisten wohlgemerkt. Denn über andere berichtet dpa vermutlich gar nicht. Dass zunächst keine Namen mitgeliefert wurden, konnte man noch verstehen.
Quelle: american-arena

Tennis
Eine Britin oder eine Schönheit

Wie in Wimbledon die Platzverteilung manipuliert wird. Maria Kirilenko, ungesetzte Spielerin in Wimbledon, durfte auf dem Centre Court spielen, denn Schönheit geht vor Können, oder anders gesagt: „Eine Britin oder eine Schönheit“, weil das die Einschaltquoten in die Höhe treibt
Quelle: sportsignale.de

Reitsport
Pferde haben schwer zu tragen
Das Weltfest des Pferdesports in Aachen steht im Banne von Doping. Olympiasiegerin Isabell Werth sieht ihr Leben in Scherben liegen, Victoria Max-Theurer ist fassungslos. Deutsche Medien vergleichen den Pferde- mit dem Radsport, und Aachens CHIO-Geschäftsführer Michael Mronz kommt tatsächlich wie ein Radfunktionär daher, beklagt nicht die Dopingfälle, sondern lobt die strengen Richtlinien.
Quelle: derstandard.at

Sport & Geschichte
Gummi oder Liane

A uf der Insel Pentecost veranstalten Männer ein uraltes Ritualspringen, das sogenannte Landtauchen, bei dem sie sich mit einer Liane um den Knöchel von einem bis zu dreißig Meter hohen Holzgerüst (etwa sieben Stockwerke) kopfüber nach unten stürzen.
Quelle: jungewelt.de